Samstag, 18. Februar 2012

Licht

Licht

Wieder ist ein Tag vorbei,

Wieder dieses Einerlei!

Wie schön war es noch im letzten Jahr,

Wie schön, als Sie noch bei ihm war.

Er ist beileibe nicht mehr jung,

Verliert sich in Erinnerung.

Sie war sein Alles, Sie war die Eine,

Sie war die Große, Sie war die Kleine.

Die Liebe auf den ersten Blick:

Wehmütig schaut er darauf zurück.

Er geht zu auf die Bank im Schatten

Wo sie sich einst getroffen hatten;

Setzt sich hin und überlegt,

Wie es jetzt wohl weitergeht.

Da hört er einen schnellen Schritt,

Setzt sich auf, hebt seinen Blick,

Sieht eine Frau und glaubt es kaum:

Es ist die Frau aus seinem Traum

In dem er Sie schon öfters sah´

Mit ihrem langen, schwarzem Haar!

Sie setzt sich zu ihm auf die Bank,

Berührt dabei kurz seine Hand -.

Es durchfährt ihn wie ein Blitz –

Doch dieser kurze Augenblick

Hat gezeigt ihm einen Weg,

Wie es doch wohl weitergeht!

Es ist für ihn so wie ein Bann …

Faßt sich ein Herz und sieht Sie an

Und in diesem Augenblick

Dreht Sie sich zu ihm - schaut zurück.

Die Trauer, die ihn gefangen hielt

Ist mit einem Mal besiegt.

Ein tiefer Seufzer, die Trauer bricht:

In seinen Augen leuchtet ein Licht!

© Mst 111214

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