Am Bahnsteig steht eine nette Frau.
Was sie erlebt´, seh´ ich ganz genau.
Ein kleines Lächeln um den Mund,
dazu das Glitzern in den Augen,
dazu das Glitzern in den Augen,
am Kleid das Gras, ein Blatt im Haar,
sagt mir, was eben erst geschah:
sagt mir, was eben erst geschah:
Ihr Kleid ist luftig leicht und bunt,
ein wenig blau, so wie die Trauben,
die sie sich in den Mund nun schiebt,
mit Appetit und halb geschlossenen Augen.
Ein schlanker Mann nickt leicht ihr zu;
Sie nickt zurück, geht auf ihn zu.
Entgegen kommt er ihr ein Stück,
sie dreht sich um, schaut kurz zurück,
schlingt dann um seinen Hals die Arme:
also war es richtig, was ich erahne.
Er ist der Grund, der in ihrem Haar,
das Blatt hinterließ, das ich gerade sah.
© Mst 060505